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Mitte der 50’er wurde die Record-Gruppe eingeführt, welche komplette Kettengarnituren, Steuersätze sowie Pedale und Sattetstützen anbietet. Auch hier ging Campagnolo eigene Wege. Gegenüber anderer Hersteller seiner Zeit, bot „Campa“ das sogenannte „Programm von Komponenten“ an, die alle vom gleichen Hersteller stammen und so ein optimales Zusammenspiel der Komponenten ermöglichten.
Ende der 50’er stieg Campagnolo in den Motorsport ein. Im neuen Werk in Bologna wurden Leichtmetallräder für Autos und Motorräder produziert. Innerhalb weniger Jahre wurden diese Räder zur beliebten Ausstattung amerikanischer, britischer, deutscher und italienischer Sportwagen. Campagnolo war das erste Unternehmen weltweit, welches für Magnesium das Sandgussverfahren anwendete und die Verwendung des Materials revolutionierte.
Auch die NASA nutzte die Fertigungstechnik von Campagnolo für den 1969 gestarteten Satelliten OSO 6. Für das Engagement erhielt Campagnolo einige Jahre den „Design and Application Award“ der International Magnesium Association.
Anlässlich des 50. Geburtstages von Campagnolo im Jahr 1983 wurde eine limitierte, nummerierte Auflage für Radsportler produziert. Die sogenannte „Gruppo del Cinquantenario“ (Gruppe zum Fünfzigsten) ist eine exklusive Markengruppe, die damals 600.000 Lire (umgerechnet 310€) kostete.
Im Jahr 1986 kam das Ghibli M23 auf den Markt, welches das Produktangebot von Campagnolo entschieden erweiterte. Das Scheibenrad gab es in zwei verschiedenen Modellen, eines für den Strasseneinsatz und eines für die Bahn.
Mitte der 90’er beginnt die Shamal-Ära, welche den Begriff des Laufrades revolutionierte. Denn im Jahr 1994 gewann Eugeni Berzin den Giro d’Italia und Miguel Indurain die Tour de France und beide verwendeten das Laufrad Shamal.
1999 – die Ergopower Brems-Schalthebel aus Karbon kommen auf den Markt und lassen Campagnolo noch bekannter werden. Denn sie verlagerten die Produktion nicht nach außen (Outsourcing), die Produktion fand im eigenen Unternehmen statt, welches sich als erfolgreich herausstellte. Die Komponenten konnten so noch leistungsfähiger und moderner werden.
Im Jahr 2003 kommen die Karbon-Kettengarnituren der Record-Gruppe auf den Markt und ein Jahr darauf das Hyperon – Laufrad für Drahtreifen, welches aus, einschließlich Naben, komplett aus Karbon in Schalenbauweise gefertig ist.
Kurz danach kommt das erste 10-Speed Antriebssystem für die Record- und Chorusgruppen auf den Markt. Weitere Innovationen von Campagnolo kommen auf den Markt, wie die G3-Geometrie und im Jahr 2006 das Ultra Torque, welches das klassische konische ISO-Vierkantsystem als Standard ablöst. Doch auch jetzt wird an neuen Dingen experimentiert, wie an einem elektronischen Antriebssystem. Erfolgreich ist es bei einigen Profi-Rennfahrern auf Etappen getestet worden.
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