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Viele Europäer träumen vom 5. Kontinent, vom Entfernten, vom gänzlichen Anderen. Australien hat in der Tat viel zu bieten. Vor Allem die Schönheit und der Abwechslungsreichtum der Natur ist unbeschreiblich. Viele Touristen bereisen das Land per Flugzeug, Bahn oder Auto, aber mit welchem Fortbewegungsmittel kann man Down Under besser erkunden und in sich aufsaugen als mit dem Rad?
Die immense Größe dieses Kontinents schreckt viele Radtouristen erst einmal ab, doch Touren in Australien sind durchaus möglich
Australien ist für uns gleichbedeutend mit einer trockenen Einöde, einer Wüste, doch im Norden um die Städte Darwin und Cairns, herrschen tropische Gegebenheiten und längs der Küste ist das Klima, außer in den heißesten Monaten des Jahres (Dez, Jan, Feb) sehr angenehm. Radtouren sind also in der australischen Klimazone möglich. Man sollte jedoch vor der möglichen Tour mit dem eigenen Rad gucken, wie die Radtransportbedingung der Airline, mit der man fliegt, sind.
Grundsätzlich kann man 3 Arten von Touren machen: 1. Eine ortsgebundene Tour in den Städten oder bei den Sehenswürdigkeiten, 2. Touren an Küstenabschnitten, z.B. von Brisbane über die Golden Coast nach Sydney, oder die 3. sehr reizvolle Kontinentdurchquerung.
Städtetouren sind in Australien eher problematisch. Da nicht viele Australier in den Großstädten Fahrrad fahren, gibt es wenige Radwege und Autofahrer reagieren eher kritisch auf Radler. Auch Parkplätze für Räder und Händler bei denen man Ersatzteile, Schläuche oder Flickzeug kaufen kann, sind eher spärlicher Natur. Bei Sehenswürdigkeiten wie dem Ayers Rock oder den BlueMountains vor den Toren Sydneys, werden immer mehr Radtouren angeboten, mit oder ohne Guide, wie jeder es selbst am Liebsten mag.
Touren an der Küste entlang können von Deutschland aus mit speziellen Fahrradreiseunternehmen problemlos gebucht werden. So kann man zwischen den Städten an der Küste lang fahren und das Land und die Leute am Besten kennenlernen. Auch nicht-geführte Touren sind in Australien kein Problem, da es trotz einer sehr geringen Bevölkerungsdichte in gewissen Abständen immer sogenannte Road-Houses (die von Familien betrieben) gibt, in denen man für geringes Geld nächtigen kann.
Australier sind bekannt für ihre ausgeprägte Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, was es einfach macht einen Schlafplatz, oder Vorräte zu bekommen.
Eine selbst-geplante Tour mitten durch den Kontinent ist auch machbar. Hierfür ist es aber unerlässlich über eine sehr ausgeprägte Kondition zu verfügen, da es außer den Road-Houses und einzelnen Tankstellen meilenweit nichts gibt. Besonders die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser ist bei dieser Tour immens wichtig.
Im Outback können Hitze und Sand den Bedarf an Wasser um einiges Höher ausfallen lassen, als man vor der Tour gedacht hätte. Plant man eine Tour durch das Outback, sollte man unbedingt im Internet auf verschiedenen Blogs, oder im Buchhandel, Eindrücke und Erfahrungen von Radtouristen sammeln die diese Tour bereits gemacht haben.
Als Europäer sollte man Australien per Rad erkunden. Dieser Kontinent lebt weniger von seiner historischen und kulturellen Vergangenheit, als von der Vielfalt der Menschen, der Tierwelt und der Natur. Um ein perfektes Bild von Mensch und Natur zu bekommen muss man die Umwelt außerhalb von klimatisierten Bussen, Bahnen und Schiffen erleben. Das Rad bietet die beste Möglichkeit Eindrücke auch weit weg von den Touristenhochburgen zu sammeln, denn das Beste an Australien ist die Vielfalt.
Tags: Australien, Ayers Rock, Darwin, Radtouristen, Road-Houses, Sydney







