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Mit den Jahren der Expansion tritt die Geschichte des Automobils immer näher an die von Michelin. Im Jahr 1908 gründete André das „Routenplanungsbüro“ und agierte dabei mit vielen Menschen, die ihm Informationen über bereits abgefahrene Strecken etc. gegeben haben. Auch die wirtschaftliche Expansion Michelins schreitet voran, sodass im gleichen Jahr in Turin das erste Werk außerhalb Frankreichs errichtet wird und in London eine Tochtergesellschaft, die Michelin Tyre Co. Ltd, gegründet.
Im Jahr 1908 findet die erste Zwillingsreifenproduktion für LKW und Busse statt, um die Transportkapazitäten zu erhöhen. Im gleichen Jahr wird das Werk in Milltown (Nordamerika) eröffnet.
Im Jahr 1910 wurde auf Nationaler Eben in Frankreich beschlossen, die Straßen zu nummerieren. Im Anschluss daran brachte Michelin die erste Straßenkarte auf den Markt.
Aufgrund des ersten Weltkrieges baute die Firma Michelin bis zum Ende des Krieges Flugzeuge in Frankreich. Nachdem der Krieg beendet war, kehrte man zur Reifenherstellung zurück und machte sich direkt an die Arbeit. Schon im Jahr 1923 brachte Michelin den ersten Niederdruckreifen (2,5 bar) auf den Markt. Aufgrund des geringen drucks wurde die Laufleistung erhört, sodass man schon auf eine Laufleistung von 15.000 Kilometern kam.
Im Jahr 1925 wird die erste Kautschukplantage in Indochina angelegt. Im Jahr 1926 wird der Michelin Stern eingeführt. Dieser Stern zeichnet gutes Essen außerhalb der Landeshauptstadt Paris aus und dient bis heute als sehr hoch angesehener Preis. Im Jahr 1927 werden zwei neue Werke errichtet, eins in England, das andere in Italien.
Im Jahr 1930 entwickelt Michelin den ersten reifen mit einvulkanisiertem Schlauch und meldet auch das Patent an. Dieses System ist der Vorgänger des späteren „Tubeless“, des schlauchlosen Reifens. 1931 entsteht in Karlsruhe der erste deutsche Standort. In den folgenden Jahren wird der Niederdruckreifen verbessert und es folgt ein Model mit 1,5 bar und einer Laufleistung von 30.000 Kilometern. Im Jahr 1934 gelingt der Durchbruch auf dem Regenreifensektor, da man ein Lamellenprofil entwickelt, welches die Sicherheit auf nasser Fahrbahn enorm verbessert.
1938 wurde schließlich der Stahlgürtelreifen entwickelt, ein wahrer weiterer Durchbruch in der Reifenherstellung. In den Jahren des zweiten Weltkrieges wird die Produktion eingeschränkt, jedoch nicht völlig zurückgefahren wie im ersten Weltkrieg. Daher wird im Jahr 1946 der Michelin reifen mit Radialkarkasse erfunden und patentiert. Dieser Reifen wird ab 1949 unter dem Name X weltweit mit sehr großem Erfolg vertrieben. Durch diese Entwicklung sichert sich Michelin einen enormen Wettbewerbsvorteil für die kommenden 30 Jahre.
Im Jahr 1951 werden die "Compagnie Générale des Etablissements Michelin" (Michelin Gruppe) und die "Manufacture Française des Pneumatiques Michelin" gegründet, womit sich ein entscheidener Schritt in der Firmenstruktur und der fortan bestehenden Unternehmung abzeichnen.
Im Jahr 1965 wird der erste Radialreifen für Rallye- und Rennsportfahrzeuge entwickelt. Bis zum Jahr 1969 hat sich das Unternehmen Michelin bereits zu einem weltweit mit 81.000 Mitarbeitern etablierten Unternehmen entwickelt.
1975 entwickelt Michelin zum ersten Mal einen reifen, bei dem Reifen und Felge zusammen konzipiert wurden, um eine Verbesserung der Straßenlage zu erreichen. Im Jahr 1979 wurde Ferrari auf Michelin reifen Weltmeister, somit hat der Radialreifen auch in der „Königsklasse“ des Motorsports bestanden.
Im Jahr 1990 ist Michelin bereits Weltweit führender Hersteller von Reifen.
1992 gelang Michelin der Durchbruch auf der ökonomischen Ebene. Es wurde der erste „grüne Reifen“ entwickelt, der eine enorme Reduzierung des Rollwiderstandes und durch sein revolutioniertes Mischverhältnis bedingten reduzierten Kraftstoffverbrauch vereinte.
Im Jahr 2001 werden erstmals wieder Michelin Reifen in der Formel 1 eingesetzt und Erfolge gefeiert.
Michelin steht mit seinem Namen für hervorragende Reifen, die die Verbesserung der Sicherheit, Verbesserung der Leistung für alle Verkehrsteilnehmer und nachhaltige Mobilität unter Berücksichtigung der Umwelt garantieren.
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