
In unserem Blog erfahren Sie wissenswertes rund ums Thema Fahrrad. Stöbern Sie durch unsere Fahrrad Tipps...

Die Alpenregion Tegernsee Schliersee ist nicht nur für den Wintersport bestens geeignet, sondern auch für den Sommeraktivurlaub. In der
Region können Sie auf verschiedensten Radrouten, welche später genauer beschrieben werden, die drei Seen erkunden und entdecken.
Die Gebirgsregion des Mangfall Gebirges wird in die Tegernsee Berge, Schliersee Berge und die Wendelsteingruppe unterteilt. Geographisch ist es in den östlichen Teil der Bayerischen Voralpen einzuordnen. Der Name des Gebirges wurde von dem größten Fluss der Region, dem Mangfall (welcher selbst Nebenfluss des Inns ist)abgeleitet. Dieser bildet ein wichtiges Trinkwasserreservoir für München. Der höchste Berg des Mangfall Gebirges, mit dem Namen Sonnenwendjoch, liegt in Tirol und misst eine Höhe von 1.986 und heißt Hinteres Sonnwendjoch.
Die Umgebung der Mangfall ist geprägt durch Schluchtwälder, Buchenwälder und Niedermoore. Daneben findet man, die für die Alpenregion, typischen Wiesen und Weiden, auf welchen sich im Sommer die Kühe befinden, um zu grasen. Die Tierwelt in der Region ist in zwei Kategorien aufzuteilen. Einerseits die Tierwelt im und am Fluss und die Tierwelt in den Wäldern. Ein besonderes Tier, welches erst seit einigen Jahren wieder am Mangfall beheimatet ist, ist der Eisvogel.
Die Alpenregion entzückt ihre Besucher immer wieder durch wunderschöne Berglandschaften, Seeufern, Almwiesen und –Hütten sowie Gebirgsbächen und –Flüssen. Unterwegs durchfahren Sie immer wieder wundervolle kleine und urige Dörfer sowie Städte. Dort bietet sich fast immer eine Möglichkeit in einem Hotel oder einer Pension unter zu kommen. In der jeweiligen Jahreshauptsaison sollten Sie allerdings sicherstellen, dass es auch noch freie und verfügbare Plätze bzw. Zimmer gibt. Auf der Internetpräsenz der Region, die unter http://www.tegernsee-schliersee.de/ erreicht werden kann, finden sich entsprechende Hinweise zu Unterkünften und Ansprechpartner, für generelle Fragen.
Neben den vielen Wander- und Wintertouristen ist das Mangfalltal auch Anziehungspunkt für Fahrradtouristen. Auf der Internetseite der Region kann man sich unter der Entsprechenden Rubrik verschiedenste Touren anschauen, die schon geplant und mit Routenprofil online abrufbar sind. Daneben gibt es auch die Möglichkeit sich seine eigene Route individuell und einfach selbst du erstellen, indem man dies Entweder auf klassische Weise mit der Karte macht oder den auf der Internetseite befindlichen Tourenplaner als Hilfestellung mit zur Hand nimmt. In jedem Fall versprechen diese Touren einen angenehmen Ausflug, denn Entlang der Mangfall und der Schlierach können Sie bis an den Fuß der ersten Alpengipfel fahren und das alles ohne große Höhenunterschiede bewältigen.
Die Auswahl an Sehenswürdigkeiten ist ebenfalls immens und vielfältig. Von Museen, über Naturparks, Kirchen, Klöster und anderen Ausflugtipps, kann man sich sein Kulturprogram mit Hilfe der Internetplattform einfach und schnell selbst zusammenstellen. Sie können dabei direkt nach Eintrittspreisen der verschiedenen Möglichkeiten schauen und Sie können sich über aktuell stattfindende Veranstaltungen informieren.
Neben den Onlinevarianten der Urlaubsplanung können Sie auch an einer Telefonhotline Ihre Urlaubswünsche kundtun und sich dann individuell von einem Berater einen Urlaub anfertigen lassen, bzw. Anregungen und Anmerkungen für einen eigenen Urlaub einholen.
Die Alpenregion bietet dem interessierten und aktiven Urlauber eine Menge an Möglichkeiten und eine sehr gute und flächendeckende Infrastruktur um diese Möglichkeiten auch wirklich zu nutzen und umzusetzen.
Tags: Alpen, Fahrradtour, Fahrradtour/-urlaub, Schliersee, Tegernsee
In einer neuen Serie präsentieren wir euch wichtige Etappenrennen und Rundfahrten die ein Radrennfahrer im Laufe einer Saison bestreitet.
Denn neben den Eintagsrennen und –klassiker werden im Laufe der Saison auch Rundfahrten gefahren, die ihren Höhepunkt zwischen Mai und September haben, wobei das Highlight eines jeden Fahrers die Tour de France ist.
Merkmal einer Rundfahrt oder Etappenrennen sind die Unterteilung in jeweiligen Etappen. Die Dauer eines Etappenrennens beträgt zwischen einer und drei Wochen. In einer eigenen Serie werden wir euch die Tour de France, dem größten und bekanntesten Etappenrennen näherbringen. Selbst jene die nicht Radsportbegeistert sind, kennen die Tour de France, aber wie sieht es mit der Vuelta a España oder dem Critérium Dauphiné Libéré aus?
Wir beginnen mit dem ersten wichtigen Etappenrennen dem Paris-Nizza, auch „Rennen zur Sonne“ genannt. Gefahren wird für eine Woche im März parallel zum Tirreno-Adriatico gefahren. Die Gesamtlänge beträgt rund 1.000 – 1.300km und führt von Paris nach Nizza. Doch inzwischen findet der Start nicht mehr in Paris statt sondern in den Vororten wie Issy-les-Moulineaux oder wie 2011 in Houdan. Von dort aus führt die Tour nach Südosten über das Zentralmassiv oder in durch die Rhone-Ebene zwischen Zentralmassiv und Alpen nach Nizza und stets über die Alpen. Gemessen am frühen Zeitpunkt im Kalender gilt die Paris-Nizza als schweres Etappenrennen.
Das erste Rennen fand 1933 statt und wurde mit Ausnahme der Jahre 1940-45 und 1947-50 jedes Jahr ausgetragen. Erster Sieger war der Belgier Alfons Schepers und Rekordsieger mit sieben Siegen in Folge ist der Ire Sean Kelly der zwischen 1982 und 1988 die Paris-Nizza für sich entscheiden konnte. Bei dem Etappenrennen 2011 konnte endlich wieder ein Deutscher einen Erfolg verbuchen und zwar der Cotbuser Tony Martin. Er konnte sich neben dem Gesamtsieg auch über ein Sieg beim Einzelzeitfahren von Rognes nach Aix-en-Provence freuen welches er knapp vor Bradley Wiggens entscheiden konnte. Ein weiterer Erfolg war auch für Andreas Klöden neben einen Etappensieg der zweite Gesamtrang.
Ein zweites wichtiges Etappenrennen findet zeitgleich mit der Paris-Nizza statt und zwar die Tirreno-Adriatico. Seit 1966 findet sie im März statt und gilt als wichtiges Etappenrennen zum Saisonstart. Gestartet wird an der westitalienischen tyrrhenischen Küste hinüber zur ostitalienischen Adriaküste. Aufgrund des Streckenprofils können sich hier besonders Sprinter und Allrounder auszeichnen. Wichtig ist die Tirreno-Adriatico gerade als Vorbereitung für Mailand-Sanremo.
Erster Gewinner des Etappenrennens ist der Italiener Dino Zandegu und Rekordsieger mit sechs Siegen (alle in Folge) ist der Belgier Roger de Vlaeminck. Bei der Tirreno-Adriatico 2011 entscheid sich erst auf der siebten und letzten Etappe der Gesamtsieg zugunsten des Australiers Cadel Evans. Dieser entschied das Etappenrennen knapp vor dem Holländer Robert Gesink mit 11 Sekunden Vorsprung.
Zumeist fahren unbekanntere Fahrer mit, doch für viele Profis werden die kleinen Etappenrennen zunehmend wichtiger hinsichtlich Vorbereitung auf größere Etappenrennen oder Rundfahrten.
In den folgenden Abschnitten geht es nun um wichtige Frühjahrsrennen die vor allem in Spanien stattfinden. Dies wären zum Beispiel die Katalonien- und die Basken-Rundfahrt. Sie werden zumeist von einheimischen Fahrern dominiert und bieten gerade für spanische Radrennfahrer eine entsprechende Bühne sich zu behaupten und sich zu zeigen.
Ursprünglich im Mai/Juni gestartet fand die letztjährige Katalonien-Rundfahrt Ende März statt und erfreut sich gerade auf der iberischen Halbinsel großer Beliebtheit. Ausgetragen wurde das erste Rennen im Jahr 1911 welches der Spanier Sebastià Masdeu gewann. Mit Ausnahmen von 1914-19, 1921-22 sowie 1937-38 fand das Rennen jedes Jahr statt. Die letztjährige Katalonien Rundfahrt konnte der Spanier Alberto Contador für sich entscheiden.
Die Katalonien-Rundfahrt ist das drittälteste Etappenrennen und feierte 2011 ihre 100. Austragung.
Ein weiteres wichtiges Etappenrennen, was kurz nach der Katalonien-Rundfahrt stattfindet ist die Baskenland-Rundfahrt. Erstmalig ausgetragen wurde die Baskenland-Rundfahrt im Jahr 1924. Mit einer Pause zwischen den Jahren 1931-1934 wurde 1935 das vorläufig letzte Rennen ausgetragen. Dieses Rennen gewann der Italiener Gino Bartali. Erst im Jahr 1952 wurde die Baskenland-Rundfahrt wieder aufgenommen und fand ab da an jährlich statt. Erster Sieger nach der Wiederaufnahme war der Franzose Louis Caput. Bis in die 1980’er hinein dominierten weitestgehend die Spanier das Spektakel. Anfang und Mitte der 90’er waren die Schweizer unter Tony Rominger (1992-94) und Alex Zülle (1995 und 1997) sehr erfolgreich. Letzter Gewinner war der Deutsche Andreas Klöden. Bisher konnten nur zwei Deutsche die Basken-Rundfahrt für sich entscheiden, nämlich der besagte Andreas Klöden 2000 und 2011 und Rolf Wolfshohl 1962.
Erfolgreichster Teilnehmer ist der Spanier José Antonio González mit insgesamt vier Siegen (1972, 75, 77-78) gefolgt vom Iren Sean Kelly (1984, 86-87) und Tony Rominger (1992-94) mit je drei Siegen.
Das Terrain der Baskenland-Rundfahrt ist eher hüglig denn bergig und ist gerade für Allrounder eine gute Vorbereitung auf die nächsten Rundfahrten. Zudem ist sie auf die Gesamtlänge gesehen mit 800 – 900 Kilometern nicht arg lang. Gefahren werden diese in 6 Etappen inklusive einem Einzelzeitfahren. Vor 2006 wurde stets nach vier vollen Etappen eine Halbetappe mit am nächsten Tag folgenden Einzelzeitfahren gefahren.
Im nächsten Teil geht es um die ersten echten Vorbereitungen zur Tour de France, den Etappenrennen in der Schweiz, der Tour de Romandie und Tour de Suisse sowie der zweitgrößten Rundfahrt, dem Giro d’Italia.
Tags: Etappenrennen, Radrennen, Radrennsport, Rundfahrten
Die perfekte Route ist ausgesucht, die Fahrräder sind in Ordnung und alle freuen sich schon! „Nur“ noch die Sachen zusammen gepackt
und „Los geht’s!“ Aber was nehme ich mit? Das wichtigste zuerst: Je weniger Gepäck, desto besser! Jedes Fahrrad hat ein zulässiges Gesamtgewicht, was sich aus allem zusammensetzt, womit das Rad belastet wird. Taschen, der Fahrer, Getränke, und so weiter. Zu beachten ist natürlich auch die zulässige Belastung der Sattelstütze und des Fahrradständers! Denken Sie darüber nach, ob nicht ein zweibeiniger Fahrradständer von Nöten ist.
Fangen wir mal mit den Taschen an. Es ist ratsam, sein Fahrrad immer „symmetrisch“ zu beladen, das heißt auf beiden Seiten etwa die gleiche Menge an Gepäck zu verstauen. Ebenfalls sollte ausreichende Regenfestigkeit gesichert sein. Entweder durch wetterfeste Taschen oder optional zu erwerbende Taschenüberzüge.
Doppelpacktaschen, wie zum Beispiel die „Basil Tour XL“ eignen sich hervorragend für den Transport, denn hier kann man das Bike beidseitig beladen. Diese Doppelpacktaschen sind für das Vorderrad (Low Rider) und auch das Hinterrad erhältlich. Zudem kann man, sofern ein Gepäckträger vorhanden ist (Was er sein sollte), eine Gepäckträgertasche installieren. Gerade die „Pletscher“ Gepäckträgertaschen überzeugen durch Qualität, Funktionalität und Kapazität. Sie haben je nach Modell viele Fächer und passen garantiert immer zu Ihrem „Pletscher“-Gepäckträger.
Wohin mit der Karte oder Kleinteile, die man schnell erreichen müsste (wie zum Beispiel das Handy)? Ganz einfach! Man nehme eine Lenkertasche mit Kartenfach. „Deuter Trail“ ist Ihre Adresse für eine hervorragende Lenkertasche. Befestigt mit dem „Klick-Fix-System“ ist sie leicht befestigt und abgenommen und der beigelegte Trageriemen ermöglicht es Ihnen, die Tasche auch zu Fuß bequem zu transportieren.
Auf den Rücken kommt ein Rucksack. Wie wäre es hier mit den „Deuter Futura“ Modellen. Sie sind speziell für solche Angelegenheiten angefertigt, bieten viel Stauraum und einen spitzen Tragekomfort.
Unabdingbar sind Notfallsachen wie Reifenheber, Ersatzschläuche, und, und, und. Diese verstaut man am Besten in seiner Satteltasche. Das sind kleine Allrounder, die einfach unter dem Sattel befestigt werden und dort niemanden stören.
Ganz nebenbei:
Es ist absolut immer ratsam Ersatzteile und Reparaturhilfen dabei zu haben. Zumindest Reifenheber, Reparatur-Flicken und Ersatzreifen. Am besten auch noch das wichtigste Werkzeug.
Achtung wichtig!
Eine ausreichende „Rad-Apotheke“. Diese besteht aus Pflastern, Stretchverband, Salbe gegen Verstauchungen und Schmerzen, Insektenspray und Sonnencreme (je nach Jahreszeit), sowie nötige Medikamente. Hilfreich sind „Erste-Hilfe-Beutel“. Diese werden auch speziell für das Fahrrad von z.B. „VAUDE“ angeboten.
Jetzt geht es um die Fahrradausstattung:
Ihr Fahrrad muss gesichert werden! Das wichtigste ist dafür das Schloss. Sie sollten sich überlegen welche Art von Fahrradschloss für sie die meisten Vorteile bietet. Ein Kettenschloss, was sehr flexibel und robust ist, ein Spiralschloss was kompakt und leicht am Rad zu verstauen ist, oder sogar ein Faltschloss, was ein Maximum an Sicherheit bietet und selbst brutale Zerstörungsversuche lange überlebt.
Um sein Getränk am vorteilhaftesten zu verstauen muss ein Flaschenhalter her. Das Modell „BBC-15 FuelTank XL“ von dem Hersteller „BBB“ ist speziell für größere Flaschen bis 1,5l gut geeignet.
Eine Tour ohne Luftpumpe ist ein sehr gefährliches Wagnis. Sie wird oft im Leben eines Fahrrades gebraucht und sollte deshalb einen bestimmen Qualitätsanspruch erfüllen. Robustheit, gut verarbeitete Komponenten und Handlichkeit sind wichtig. Die „Blackburn AirStick SL“ Minipumpe ist der perfekte Begleiter! Sie erfüllt alle Anforderungen, ist unglaublich klein und der Hersteller bietet sogar eine „Lebenslange Garantie“. Achten Sie beim Pumpenkauf unbedingt darauf, dass die Pumpe kompatibel mit den Ventilen an Ihrem Fahrrad ist!
Tun Sie sich selber einen Gefallen und sichern Sie ab, dass man Sie auch in der Dunkelheit erkennt. Reflektierende Bekleidung ist super, jedoch ist es sogar vorgeschrieben Front- und Hinterreflektoren (vorne weiß und hinten rot) anzubringen. Zudem auch noch Speichenreflektoren. Um den langweiligen, orangen „Katzenaugen“ in den Speichen aus dem Weg zu gehen, gibt es eine klasse Alternative von „Büchel“. Die patentierten „Sekuclip-Speichenreflektoren“. Sie verleihen maximale Reflektion und sehen auch viel besser aus!
Zu alle dem ist es ratsam vor Tourbeginn das Fahrrad zur „Inspektion“ zu bringen, um größeren Zwischenfällen vorzubeugen. Auch wir, die „Profirad AG“ bieten eine ausgiebige Inspektion an. Bringen Sie pünktlich Ihr Bike zu uns in den Laden, dann fahren Sie mit einem guten Gefühl.
Tags: Ausrüstung Radurlaub, Ausstattung, Radurlaub, Zubehör
Ohne Frage gehört der Elsässer zu den beliebtesten französischen Radrennfahrer. Denn seine offensive Fahrweise und im speziellen die Teilnahme an Ausreissversuchen lassen das Publikum begeistern.
Geboren am 22. Juni 1979 in Schiltigheim in der Nähe von Straßburg wanderte die Familie in den 80ern nach Martinique aus. Nach dem spurlosen Verschwinden seines Vaters bei einem Segeltörn 1992 kehrte Voeckler im Alter von 17 Jahren alleine nach Frankreich zurück.
Im Jahr 2000 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag beim Team Bonjour wo er in den Folgejahren auch blieb. Im Nachfolgeteam, Brioches La Boulangère nahm er zum ersten Mal an der Tour de France teil. Voeckler belegte bei der Tour 2003 den 117. Rang. Ein Jahr später wurde er französischer Strassenmeister.
So belegte er bei der Tour de France 2004 den 18. Gesamtrang und wurde nach Wladimir Karpets und Sandy Casar bester Jungprofi. Zudem holte er auf der 5. Etappe das Gelbe Trikot und nahm den Führenden Lance Armstrong knapp zwölfeinhalb Minuten ab. Auf der 15. Etappe verlor er dies wieder an Armstrong und bis zur vorletzten Etappe blieb ihm das Weiße Trikot, des besten Jungprofi. Doch beim Einzelzeitfahren in Besançon verlor er es.
Bei der Tour 2005, im Nachfolgeteam Bouygues Télécom, holte er für einen Tag das Gepunktete Trikot des besten Bergfahrers. Diesen Erfolg konnte er 2008 wiederholen und behielt es für fünf Tage.
Seinen ersten Etappensieg konnte Voeckler bei der Tour 2009 feiern, wo er als Solist auf der 5. Etappe von Cap d’Agde nach Perpignan sieben Sekunden vor dem Hauptfeld ins Ziel kam. Diesen Erfolg konnte er auch ein Jahr später wiederholen, aber diesmal mit einem bedeutend größeren Vorsprung von knapp anderthalb Minuten.
Zweifelsohne gehört das Jahr 2011 zu seinem erfolgreichsten Jahr. Mit seiner neunten Teilnahme an der Tour de France beim Team Europcar (dem Nachfolger des Bouygues Télécom – Teams) errang er in der neunten Etappe das Gelbe Trikot und behielt es bis zur 19. Etappe. Dies erstaunte Fachleute und Presse, da er es sowohl über die Pyrenäen als auch zur letzten Alpenetappe hatte verteidigen können. So verteidigte er sensationell am Plateau de Beille das Gelbe Trikot, wie schon 2004. Und trotz großem Zeitverlust behielt er nach der 18. Etappe, der „Königsetappe“ der Tour 2011, das Gelbe Trikot mit 15 Sekunden Vorsprung auf Andy Schleck.
Am Ende der Tour de France 2011 belegte er verdient den vierten Gesamtrang und da ist seit Christophe Moreau im Jahr 2000 die beste Platzierung eines Franzosen. Und neben Miguel Indurain und Lance Armstrong gehört Thomas Voeckler zu den Fahrern, die in den letzten zwanzig Jahren das Gelbe Trikot am häufigsten überstreifen durften.
Alexander Winokurow
1998 unterschrieb der Kasache seinen ersten Profivertrag beim französischen Team Casino. „Wino“ wie auch genannt wird feierte im selben Jahr auch seinen ersten großen Erfolg, nämlich den Gesamtsieg bei „Vier Tage von Dünkirchen“. 1999 gewann er die Dauphiné Libéré und wechselte dann zum Team Telekom. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney belegte er hinter Jan Ullrich Platz 2 beim Strassenrennen. Zudem konnte er 2001 die Deutschland-Tour und 2002 den Frühjahrsklassiker Paris-Nizza gewinnen. Während der Tour de Suisse 2002, wo er die Etappe nach Samnaun gewann wurde neben der üblichen Siegprämie ein bis dahin unbekannter Berg nach ihm bennant, der „Piz Vinokourov“.
Sein ohne Frage erfolgreichstes Jahr bestritt Winokurow 2003 welches er mit zahlreichen Erfolgen krönen konnte. Neben den Gesamtsiegen bei Paris-Nizza, dem Amstel Gold Race sowie der Tour de Suisse war auch die Tour 2003 sein größter Erfolg. Neben der Auszeichnung als kämpferischster Fahrer und dem Sieg einer Etappe belegte Winokurow den dritten Gesamtrang.
Das Jahr 2004 verlief für Winokurow sehr unglücklich, da er auf der Tour de Suisse stürzte und die Tour de France absagen musste. Erst im Herbst erholte er sich voll und gewann die Regio Tour sowie Bronze beim Zeitfahren bei der Strassenrad-WM.
2005 konnte er den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewinnen und wurde kasachischer Meister. Bei der anschließenden Tour de France gewann er die 13. Etappe sowie die letzte Etappe nach Paris auf dem Champs-Élysées. Er beendete die Tour als „Edelhelfer“ von Jan Ullrich auf dem fünften Platz.
Nach dem Wechsel des Kasachen zum Team Liberty Seguros im Jahr 2006 wurde aufgrund des Dopingskandals des Teams von der Tour ausgeschlossen und bestritt erst bei der Deutschland-Tour das erste Rennen der Saison.
Im Jahr 2007 galt er als größter Anwärter auf den Sieg bei der Tour de France. Doch nach einem Sturz auf der fünften Etappe rückte dies zunächst in weite Ferne. Doch beim Einzelzeitfahren auf der 13. Etappe kehrte er eindrucksvoll zurück. Nach einem Einbruch auf der 14. Etappe holte er in einem Ausreißversuch den Etappensieg der 15. Etappe. Doch aufgrund des Nachweises des Fremdblutdopings wurden beide Siege aberkannt und die UCI sperrte „Wino“ für ein Jahr.
Nach seinem Rücktritt 2007 kehrte er 2009 wieder in den aktiven Radsport zurück und bestritt erfolgreich kleinere Rennen. Bei der Tour 2010 gewann er die 13. Etappe und auf der Tour 2011 musste er nach einem Bruch des Oberschenkels die Rundfahrt frühzeitig beenden. Mitte Juli erklärte er seinen Rücktritt, um am 22. September 2011 seinen Rücktritt vom Rücktritt zu erklären und fährt 2012 für das Team Astana.
Tags: Rennradprofis, Tour de France, Voeckler, Winokurow
Iban Mayo ist baskischer Rennradfahrer und wurde am 19. August 1977 in Igorre geboren. Seine Profikarriere begann im Jahr 2000. Doch auch zuvor war er als Amateur äußerst erfolgreich. Doch aufgrund eines Autounfalls bei dem er sich beide Beine brach hätte er fast sein Vorhaben Berufsradrennfahrer zu werden aufgegeben.
So unterschrieb er 2000 beim baskischen Team Euskatel-Euskadi seinen ersten Profivertrag wo er bis 2006 blieb. Sein Talent war vor allem beim Bergfahren und so gewann er 2003 die Etappe nach L’Alpe d’Huez und belegte am Ende den sechsten Gesamtrang der Tour de France. Bereits ein Jahr vorher machte er sich mit den Siegen bei den Rennen Midi Libre und Classiques des Alpes auf sich aufmerksam.
Mit dem Sieg bei der Dauphiné Libéré 2004 galt er als Favorit für das Gepunktete Trikot. Doch nach einem Sturz und dem großen Rückstand von 45min gab er nach den Pyrenäen auf.
Bei der Tour de France 2005 wurde er 60. Im darauffolgenden Jahr gewann er eine Etappe bei der Dauphiné Libéré und starte mit mäßigem Erfolg bei der Tour die er dann völlig außer Form frühzeitig beendete.
Im Jahr 2007 wechselte er zum Team Saunier-Duval Prodir nachdem er einen 2-Jahres-Vertrag vom Team Euskatel nicht unterzeichnete. Seine Etappenerfolge beim Giro und der Tour wurden vom Doping überschattet und so suspendierte Saunier-Duval ihn nach dem Bekanntwerden von EPO im Blut während der Tour de France.
Seine Sperre endete im Juli 2009, doch zu diesem Zeitpunkt war Mayo kein aktiver Rennradfahrer mehr.
Ivan Basso
Im Jahr 1999 unterschrieb der am 26. November 1977 in Gallarate, Varese geborene Ivan Basso seinen ersten Profivertrag. Sein Talent lag vor allem bei Bergfahrten und beim Zeitfahren was ihn stets zum Anwärter auf den Gesamtsieg macht. So belegte er bei der Tour de France 2002 den elften Gesamtrang und wurde bester Jungprofi. Bei Tour 2003 wurde er siebter und 2004 belegte er den dritten Platz, nachdem er von Andreas Klöden beim letzten Einzelzeitfahren geschlagen wurde.
Sein erfolgreiches Jahr bestritt er zunächst 2005. Nachdem er lange um das Rosa Trikot des Gesamtsieger des Giros mitfahren konnte belegte er am Ende, aufgrund einer Magenverstimmung zwei Tage vor Ende der Rundfahrt, den 28. Gesamtrang. Bei der Tour de France desselben Jahres belegte er hinter Lance Armstrong den zweiten Platz. Auf dem Podium nannte Armstrong er ihn seinen „Kronprinzen“.
Nach dem fulminanten Auftritt beim Giro 2006, welchen er auch mit großem Abstand gewinnen konnte galt er bei der anstehenden Tour als großer Favorit. Doch aufgrund möglicher Verstrickungen wurde er von der Tour ausgeschlossen und sein Team suspendiert. Doch die CONI gab bekannt, dass es gegen Basso kein Verfahren geben wird.
Ende 2006 wechselte er zum Team Discovery Channel. Doch noch ehe er für ein Rennen an den Start ging, kamen Dopinggerüchte um Basso und dem spanischen Arzt Fuentes auf wodurch er vom Team Discovery Channel suspendiert wurde. So gab er vorm CONI Anfang Mai 2007 zu, mit Fuentes zusammengearbeitet zu haben aber Doping nie durchgeführt zu haben. Aufgrund des geplanten Dopings wurde er vom italienischen Radsportverband FCI für zwei Jahre gesperrt.
Ende Oktober 2008 bestritt er seit der Dopingaffäre sein erstes Rennen beim Japan Cup. 2009 belegte er den vierten Gesamtrang beim Giro und konnte 2010 den Giro-Sieg von 2006 wiederholen.
Bei der Tour 2010 belegte er jedoch einen enttäuschenden 32. Platz. Ein Jahr, bei der Tour 2011, später jedoch belegte er hinter Landsmann Damiano Cunego den achten Rang mit knapp siebeneinhalb Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger Cadel Evans.
Tags: Basso, Mayo, Rennradprofis, Tour de France
Er zählt zu einer der erfolgreichsten Radrennfahrer aller Zeiten, denn mit fünf Siegen bei der Tour de France, zwei beim Giro d’Italia sowie einem Olympiasieg und Weltmeister im Einzelzeitfahren reiht er sich neben ganz großen Fahrer des Radsports.
Seine Profikarriere begann im Alter von 21 Jahren im Jahre 1985. So unterschrieb er einen Vertrag mit dem spanischen Team Reynolds wo er auch 1985 zum ersten Mal bei der Tour de France antrat und dies ganz in Mannschaftsdiensten. Für den späteren Tour de France Sieger aus dem Jahr 1988, Pedro Delgado, verrichtete Indurain stets Helferdienste wodurch er einen erheblichen Anteil am Erfolg bei Delgados Toursieg 1988 hatte.
Doch bereits 1990 zeigte sich, dass Indurain besser als Mannschaftskapitän Delgado war. Nach einem Sponsorenwechseln 1991 änderte das Team den Namen von Reynolds in Banesto wo Indurain jetzt Teamleader und alleiniger Fahrer auf das Gesamtklassement wurde.
So gewann fünfmal die Tour de France hintereinander. Und damit als erster ohne Unterbrechung.
In den Jahren 1992 und 1993 gewann er auch den Giro d’Italia. Anfang der 90er dominierte Miguel Indurain die Radsportwelt, denn neben den größeren Rennen wie Giro oder die Tour gewann er auch kürzere Rundfahrten wie Paris-Nizza (2x), Katalonien-Rundfahrt (3x) und die Dauphiné Libéré (2x).
Nach einer weniger erfolgreichen Teilnahme bei der Tour 1996, bei dem er nur Platz 11 belegte beendete Indurain im Alter von 32 die Profikarriere im Jahr 1996.
Grund für seine Dominanz liegt vor allem darin begründet, dass er eine mentale sowie äußerst gute physische Kraft besaß. So betrug seine Lungenkapazität bei rund acht Liter, drei mehr als der menschliche Durchschnitt. Zudem hält er den Rekord im Ruhepuls welcher bei 28 Schläge pro Minute liegt (im Schnitt sind es etwa 70). Durch seine außerordentlich großes Herzminutenvolumen von etwa 50l/min (in der Ruhe sind es durchschnittlich 4,5 – 5l/min und bei Belastung rund 30l/min) wurden seine Muskeln besser mit Sauerstoff versorgt als die seiner Gegner.
Alberto Contador
Geboren am 06. Dezember 1982 in Madrid gilt Alberto Contador Velasco als einer der erfolgreichen Fahrer der letzten 10 Jahre. Er ist der fünfte Fahrer der alle drei großen Rundfahrten (Giro d’Italia, Tour de France sowie die Vuela a Espana) gewann.
Seine Profikarriere begann im Jahr 2003 beim Team ONCE. Mit diesem Team gewann er ein Zeitfahren der Polen-Rundfahrt. In den Folgejahren blieb Contador dem Team treu, welches sich 2004 in Liberty Seguros umbenannte. Nach einigen Erfolgen bei kleineren Rennveranstaltungen gewann er 2007 zum ersten Mal die Tour de France, nachdem er zum Team Discovery Channel wechselte. Aufgrund des Ausschlusses von Michael Rasmussen profitierte Alberto Contador aus dieser Situation.
Nach Auflösung des Discovery Channels im Jahr 2007 wechselte er zum Team Astana wo er 2008 den Giro d’Italia gewann. Jedoch wurde das Astana-Team nicht zur Tour de France zugelassen wodurch Contador seinen Sieg nicht verteidigen konnte. Zudem gewann er 2008 auch die Vuelta was ihn neben Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Felice Gimondi und Eddy Merckx zum fünften Fahrer macht, der alle drei großen Rennen gewann.
Auch 2009 sollte für Alberto Contador ein erfolgreiches Jahr werden. So gewann er die Tour de France, wurde spanischer Meister im Zeitfahren sowie Gewinner des UCI World Calendar.
Zudem gewann er die Algarve- und Basken-Rundfahrt. Sein Erfolg war auch im Jahr 2010 ungebrochen, als er neben der Algarve-Rundfahrt, Paris-Nizza als auch die Vuelta Castilla y Leon gewann. So schien es auch schon sicher, dass er die Tour de France als Vorjahressieger und klarer Favorit dominieren würde. So kam es bei der Tour 2010 zum Kampf zwischen Contador und Andy Schleck wo sich jedoch Schleck am Ende mit 39 Sekunden Rückstand, den zweitknappsten Rückstand der Tourgeschichte, Contador geschlagen geben musste. Dies war der dritte Erfolg bei der Tour für Alberto Contador.
Trotz laufender Ermittlung im Dopingskandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes worin auch Contador verwickelt sein soll durfte er am Giro 2011 teilnehmen und sogleich den Sieg eindrucksvoll holte.
Tags: Contador, Indurain, Rennradprofis, Tour de France
In Deutschland gibt es fast 50% mehr Fahrräder als Autos – ca. 72 Millionen Menschen besitzen ein Fahrrad. Die ewigen Staus in der Innenstadt lassen sich in Großstädten vermeiden, indem man mit dem Drahtesel durch die City radelt. Außerdem verschmutzt man die Atmosphäre mit ca. 160 Gramm CO², pro Kilometer, den man mit dem Auto fährt. Also tut man nicht nur etwas für seine Gesundheit beim Fahrradfahren, man verkleiner auch seinen CO² Fußabdruck.
Fahrradfahren ist gesünder als man denkt. Neben schwimmen ist Radeln der gesündeste Sport. Wer regelmäßig drei- bis viermal in der Woche aufs Rad steigt, senkt z.B. das Risiko eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen um mehr als die Hälfte! Der Grund ist, dass die Lunge mit doppelt so viel Sauerstoff versorgt wird als im Normalzustand. Außerdem werden fast alle Muskeln trainiert. Beim Radfahren werden die Bein -, Rücken -, Rumpf -, Atem -, Hand – und Brustmuskulatur beansprucht. Wenn man noch Anfänger ist, sollte man den Körper jedoch nicht überfordern. Herzstechen oder Beklemmungen im Brustbereich sind Warnsignale Ihres Körpers, die Sie nicht ignorieren dürfen – machen Sie eine Pause oder hören Sie für diesen Tag auf.
Bei Problemen mit Kniegelenken und Krampfanders ist Radfahren die beste Medizin, da die
Beinmuskulatur hauptsächlich die ganze Arbeit macht. Durch die gleichmäßige Bewegung der Beine wird Blut in die Beinvenen gepumpt. Auch bei Problemen in den Kniegelenken ist Fahrradfahren die perfekte Medizin. Die gleichmäßige Rollbewegung steigert den Transport von Nährstoffen zu den Gelenken. Jedoch sollte man, besonders wenn man Kniegelenksarthrose hat, darauf achten man im ersten Gang zu fahren.
Andererseits kann es zu Rückenproblemen führen wenn die Rahmenhöhe, Sitzhöhe, Sattelneigung und Lenker nicht auf die Körpergröße abgestimmt ist. Oft wird der Lenker zu tief und der Sattel zu hoch eingestellt. Dadurch bekommt man Rücken- und Nackenschmerzen. Ist der Sattel zu tief eingestellt, besteht das Risiko, dass man Knieschmerzen bekommt.
Nur mit einem richtig eingestellten Fahrrad ist die gesundheitliche Wirkung optimal.
Die passende Rahmenhöhe wird anhand der Beinlänge gemessen. Dabei gilt: Man misst an der Innenseite zwischen Ferse und Schritt die Beinlänge und die Rahmenhöhe ist der Abstand zwischen dem Mittelpunkt des Tretlagers und der Oberkante des Sitzrohres.
Damit die Sitzhöhe richtig eingestellt ist, setzt man sich auf den Sattel und stellt einen Fuß mit der Ferse auf das nach unten gedrückte Pedal – wenn sie auf dem Sattel sitzen sollte beide Füße mindestens mit den Fußspitzen den Boden berühren. Dabei sollte das Bein gestreckt sein.
Damit der Sattel optimal eingestellt ist, muss man in eine Waagerechte Lage bringen und dann noch mal die Sitzhöhe kontrollieren.
Ein guter Abstand zwischen Sattel und Lenker wird wie folgt berechnet: Den Unterarm mit dem Ellenbogen an die Sattelspitze in Richtung Lenker halten. Zwischen den Fingerspitzen und dem Lenkerbügel sollten 2-3 cm Platz sein.
Wenn Sie unsicher sind, ob Fahrradfahren für Sie gesundheitsfördernd ist, oder körperliche Beschwerden bei Ihnen lindern kann, suchen Sie zunächst einen Arzt auf und lassen sich hier über das optimale Training beraten.
Tags: Fahrrad fahren, Gesundheit, Tipps
Mario Cipollini (geb. am 22.3.1967 in San Giusto di Compito) gilt als einer der besten Sprinter der 90’er Jahre und in seiner aktiven Zeit 189 errang.
So erzielte er bereits beim Giro d’Italia 1989 seinen ersten Etappensieg und stellte in den Folgejahren bis 2003 den alten Rekord von Alfredo Binda ein indem er insgesamt 42 Etappensiege einfuhr.
Zwar bei weitem nicht so erfolgreich wie beim Giro war Cipollini auch bei der Tour de France zwischen 1993 und 1999 wo er 12 Etappen für sich entscheiden konnte. Jedoch praktizierte Cipollini stets dasselbe Schema indem er vor der ersten Bergetappe ausstieg und so sich den Unmut der Tourleitung auf sich zog und in den Folgejahren das Team nicht mehr eingeladen wurde.
Im Jahr 2002, im Alter von 35 Jahren bestritt er erfolgreich mehrere Rennen und galt als erfolgreichstes Jahr in der Karriere von Cipollini. So gewann er das wichtigste Eintagesrennen Italiens – die Mailand-Sanremo sowie sechs Etappenerfolge beim Giro, sein persönlicher Rekord. Zudem wurde er als erste Italiener seit 10 Jahren Straßenweltmeister.
Im April 2005, kurz vom Giro beendete er vorläufig seine Karriere. Drei Jahre später nahm er wieder als aktiver Fahrer im US-Team Rock Racing bei der Tour of California und dem Kriterium Nacht von Hannover teil, wo er den zweiten Platz belegte.
Als er sich danach für immer als aktiver Radsportler verabschiedete ist er seit 2009 als technischer Berater und Marketingexperte beim ukrainisch-italienischen Team ISD Cycling Team tätig.
Privat lebt er mit seiner Frau Sabrina, die er 1993 geheiratet hat, wahlweise in Monte Carlo und San Quirico in der Toskana.
Damiano Cunego
Geboren am 19. September 1981 in Verona kam erst im Alter von 16 zum Radsport und bewies sein können bei den Strassenweltmeisterschaften der Junioren 1999 wo er sensationell den ersten Platz belegte. Seit 2002 ist er Profi und gewann 2004 den Giro d’Italia, obwohl er eigentlich als Helfer von Gilberto Simoni dienen sollte. Und neben dem Gesamtsieg sicherte er sich vier Etappenerfolge.
So gehörte das Jahr 2004 auch zu seinen erfolgreichsten Jahren, denn er gewann auch die prestigeträchtige Lombardei-Rundfahrt und war damit seit Laurent Jalabert im Jahr 1995 der erste Profi, der sowohl eines der großen Rundfahrten und einen Eintages-Klassiker gewann.
Den Sieg der Lombardei-Rundfahrt konnte er 2007 und 2008 wiederholen. Zudem war er bei der Tour de France 2006 bester Nachwuchsfahrer und sicherte sich beim Amstel Gold Race den ersten Platz.
Doch aufgrund von Stürzen und diversen Verletzungen konnte Cunego nicht mehr an die Erfolge der vorangegangenen Jahre anknüpfen. Neben ein paar Etappenerfolgen bei kleineren Rundfahrten gelang ihm einzig 2009 bei einer der größten Rundfahrt, der Vuelta zwei Etappen zu gewinnen.
Zudem wird seine aktive Karriere von einer Anklage wegen Dopings belastet. Bei der Tour de France 2011 belegte er immerhin einen guten 6. Platz mit knapp sechs Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger Cadel Evans.
Tags: Cipollini, Cunego, Radrennen, Rennradprofis, Tour de France
Johan Bruyneel, geboren am 23.08.1964 in Izegem, Belgien begann seine Profikarriere im Jahr 1989 beim Team SEFB wo er auch zwei Etappen der Tour de Suisse gewann.
Ein Jahr später wechselte er zum Team Lotto und gewann die Tour de l’Avenir, welches als Tour de France für Amateure bekannt ist, obwohl es mittlerweile so ist, dass neben Amateure auch Profis unter 25 Jahren teilnehmen dürfen.
Das Jahr 1991 war ein erfolgreiches Jahr für Bruyneel, in dem er beim Rennen „Rund um den Henninger Turm“ den ersten Platz einfuhr, sowie je eine Etappe bei der Baskenland-Rundfahrt und der Vuelta a Espana gewann.
Seinen größten Erfolg verbuchte Johan Bruyneel aber 1992 mit dem Sieg des „Grand Prix des Nations“. Der GP des Nations galt bis 2004 zu eines der bedeutendsten Zeitfahren im Strassenradsport und bis 1994 sogar als das wichtigste.
1993 gelang ihm, eine Etappe bei der Tour de France zu gewinnen. Auch zwei Jahre später holte er einen Etappensieg und fuhr für einen Tag in Gelb. Zudem belegte er den dritten Gesamtplatz der Vuelta a Espana. In den Folgejahren bis zu seinem Ende der aktiven Zeit als Fahrer belegte er bei kleineren Rennen wie der Berner Rundfahrt 1997 Platz 4 oder Platz 3 bei den Belgischen Strassenmeisterschaften stets vordere Platz, jedoch seit 1995 keinen Sieg mehr.
Seit 1999 ist er bei diversen Teams als sportlicher Leiter tätig. Seine leitende Funktion waren beim Team US Postal und dessen Nachfolger Discovery Channel. Nach der Auflösung des Teams 2007 wechselte er zum Team Astana wo er nur zwei Saisons blieb um dann ins neugegründete RadioShack-Team zu wechseln.
Tom Boonen
Geboren am 15. Oktober 1980 in Mol, Belgien gilt er als einer der erfolgreichsten Sprinter und Klassikerfahrer der 2000’er Jahre.
Sein Profikarriere begann im Jahr 2001 beim Team US Postal. Aber sein Durchbruch erlebte Boonen im Jahr 2002 wo er als erst 21-Jähriger Platz 3 bei Paris-Roubaix belegte.
Im Jahr 2003 wechselte er zum belgischen Team Quick Step-Davitamon wo er eine Etappe der Belgien-Rundfahrt gewinnen konnte.
2004 gilt als eines der erfolgreichsten Jahre seiner Karriere wo er zahlreiche flämische Eintagesrennen gewann, darunter Gent-Wevelgem, E3-Preis und dem Scheldepreis. Zudem erlangte er zwei Etappensiege bei der Deutschland-Tour und der Tour de France für sich verbuchen, was ihn zum zweiterfolgreichsten Sprinter der Saison 2004 hinter Alessandro Petacchi macht.
Auch 2005 stand ganz im Zeichen des Erfolgs bei Tom Boonen. Er gewann im Alter von nur 24 Jahren das sowohl die Flandern-Rundfahrt als auch Paris-Roubaix (Kopfsteinpflaster-Double). Bei der Tour de France 2005 konnte er die zweite und dritte Etappe im Massensprint für sich entscheiden welches nur getoppt wurde, als er in Madrid Strassenweltmeister wurde.
2006 konnte Boonen seinen Erfolg bei der Flandern-Rundfahrt wiederholen. Bei der Tour holte er sich auf der dritten Etappe für vier Tage Gelb ehe er auf der 15. Etappe wegen Magenbeschwerden aufgab.
Auch in den Folgejahren 2007 und 2008 gelangen ihm mehrere Erfolge wie den Gesamtsieg beim Sprint der Tour de France 2007, dem vierten Sieg in Folge bei der E3 und gilt neben Rik van Loy (1964-66 & 69) als erfolgreichster Teilnehmer sowie den Gesamtsieg der Katar-Rundfahrt und dem Sieg des Paris-Roubaix 2008.
Doch aufgrund eines Kokain-Vorfalls, wurde ihm die Teilnahme an der Tour de Suisse und Tour de France2008 verwehrt. Doch Boonen bestritt die wissentliche Einnahme von Kokain. Auch bei einem zweiten Vorfall im Jahr 2009 bestritt er die Einnahme und wurde durch Tests von der Universität Leuven bestätigt. Doch zuvor wurde er bereits vom Team Quick Step suspendiert. Und trotz der Vorkommnisse erlang er einen weiteren Erfolg bei der Katar-Rundfahrt, dem Paris-Roubaix und wurde Belgischer Meister im Strassenrennen. 2010 konnte er einige Etappensiege einfahren, aber aufgrund Knieproblemen nicht bei der Tour teilnehmen.
2011 gewann er zum zweiten Mal das Gent-Wevelgem-Rennen und errang einen Etappensieg bei der Katar-Rundfahrt. Bei der Tour de France stürzte er auf der 5. Etappe und musste dann während der 7. Etappe aufgeben.
Privat lebt er seit 2010 in Monaco.
Tags: Boonen, Bryneel, Rennradprofis, Tour de France
Die eigentliche Geschichte des Zweirades begann mit der Erfindung des Zweiradprinzips durch Karl Drais, einem Karlsruher Freiherrn in Mannheim 1817.
Seine Draisine war das erste mechanische Individualverkehrsmittel der Menschen. Das Prinzip dieses einspurigen Zweirades war denkbar einfach. Der Fahrer saß zwischen den Rädern und stieß sich durch die Füße per Muskelkraft ab.
Wie kam es aber zur Erfindung des Fahrrades, wo doch durch Pferdekutschen bequemes Fahren möglich war? Infolge eines Hafermangels durch den Vulkanausbruch vom Tambora starben die Pferde. Dieses Jahr ging auch als Jahr ohne Sommer in die Geschichte ein.
Seine Laufmaschine war von Anfang an lenkbar und auch ohne Fußkontakt zum Boden das ausbalancieren des Rades ermöglichte. Zudem entdeckte Drais, dass durch die Verringerung der Anzahl der Laufräder auch der Rollwiderstand verringert wird. Zugleich mit der Kreiselbewegung das Rad stabilisiert werden konnte. Allerdings erforderte die neue Fortbewegungsart eine Eingewöhnung des Fahrers.
Doch wer als erster den Pedalantrieb beim Fahrrad einführte ist bis heute umstritten. Während Pierre Lallement 1866 ein US-Patent darauf erhielt, hatte Pierre Michaux im Jahr 1861 das Antriebsprinzip eines Schleifsteins nachgebildet. Während in Frankreich bereits dieses „Kurbelveloziped“ vermarktet wurde, wurde es während der Weltausstellung 1867 in Paris weltbekannt.
Um größere Geschwindigkeiten zu erlauben, vergrößerte man das Antriebsrad, das war damals eben das Vorderrad wodurch das Hochrad seine Blütezeit hatte. Doch aufgrund seiner schwer handzuhabenden Fahrweise wurde das Hochrad nicht weiterentwickelt und wurde Ende der 1860er Jahre zur Sackgasse erklärt. Doch noch heute werden Hochräder gefertigt, aber nur noch zu Showzwecken.
Das erste Veloziped mit Hinterradantrieb wurde 1870 patentiert vom deutschen Johann Friedrich Trefz. Das System ähnelt denen älterer Loks, wo mit einer Stange durch die Pedalbewegung das Hinterrad angetrieben wird und so anfing, sich zu bewegen.
Im Jahr 1878 kam es zur Einführung des Kettenantriebs. Und relativ schnell setzte sie sich durch, da die Konstruktion als solches stabiler und sicherer. Durch die Sitzposition zwischen Vorder- und Hinterrad ermöglichte so auch wesentlich bessere und vor allem sichere Fahrweise. Mit der Einführung des Kettenantriebs kam auch die Kettenschaltung, da so mehrere Übersetzungen möglich waren und ebneten so den Weg für das Fahrrad so wie wir es heute kennen.
Die erste Nabenschaltung wurde in den USA 1889 patentiert und kam bei den Radfahrern nicht gut an und erst durch die erfolgreiche Einführung im Jahr 1900 durch die Firma Fichtel & Sachs gut angenommen.
In den folgenden Jahren kamen Entwicklungen wie Gummireifen den Fahrrädern zugute. So entwickelten die Michelin-Brüder 1890 den ersten abnehmbaren Luftreifen. Und neben den typischen Diamant-Rädern so wie wir es heute kennen gab es später auch die Entwicklungen in andere Bereiche, also als Sportgerät. Ende der 1970er Jahre gab es so zum Beispiel das erste Mountainbike.
Bei der Materialwahl setzte sich immer mehr Aluminium durch und verdrängte den Stahl als Rohstoff. Zudem wird im Sportbereich Carbon als leichtes Material eingesetzt.
Um die Jahrtausendwende führte die Einführung von Nabendynamos und Rücklichtern mit Leuchtdioden zur Verbesserung der Sicherheit und trug zur Veringerung des Wartungsaufwandes der Fahrräder bei. Desweiteren wurden Scheinwerfer leistungsstärker und ermöglichten so die Verbesserung der Sicherheit eines jeden Fahrers.
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